CD - Kritiken:
Rezension zu «Kunst der Fuge», 2013
Orgelmusik Johann Sebastian Bach
Melancholische Clavichordmusik
Kritiken zu «Kunst der Fuge»
Versteckte Schönheit


Konzert - Kritiken:
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Osterkonzert 2004
Konzert Klosterkirche Wettingen 2003
Konzert in Lenzburg 2002
Orgerlkonzert Sonnleitner & Mueller 2002
AARGAUER ZEITUNG Dienstag, 21. März 2006

Vocalino vereinte Renaissance und Barock

EHRENDINGEN Ensemble der Kantorei im Limmattal mit einem Messemosaik und der «Hymn to the virgin».

Das Man nehme ein Kyrie von Desprez, ein Gloria von Hassler, ein Sanctus von Kerll, ein Benedictus sowie Hosanna von Palestrina und schliesslich ein Agnus von Byrd, füge diese Auswahl von Renaissance- und Barockwerken zu einem Messezyklus zusammen und horche der akustischen Wirkung. Die Stilwechsel rissen einen hin und her und liessen den Zuhörer alsbald in einer interepochalen Klangfülle schweben.

Vielfalt wird zur Einheit Der seriöse Auftritt lässt auf intensive Proben schliessen, wie man sich dies von Stefan Müller als Chorleiter gewohnt ist. Beim Kyrie meisterte das elfköpfige Ensemble die rhythmischen Schwierigkeiten ohne Probleme, die Synkopen beim Gloria sassen und die Intonation überzeugte nicht zuletzt dank eines starken Basses, der ein solides Fundament legte. Die Idee des Programmkonzeptes sei es gewesen, die stilistische Vielfalt von Renaissance bis Barock zu zeigen, so Stefan Müller. «Die strenge Messeform führt diese Vielfalt aber doch zu einer Einheit zusammen.» Zwischen den Messesätzen spielte Gaudenz Tscharner die entsprechenden Sätze aus den «Fiori musicali» von Frescobaldi auf der Orgel. Sehr modern ertönte vonseiten der Orgel die «Hommage à Frescobaldi» von Jean Langlais, da auch geschickt Register gezogen wurden. In Benjamin Brittens «Hymn to the virgin» stellten die jungen Stimmen, notabene immerzu a cappella, ihre Fähigkeit zur Dynamik sowie zur reinen Intonation – selbst in der modern-tonalen Tonsprache – noch einmal eindrücklich unter Beweis. Das dynamische Tongerüst, ob filigran oder massiv, rührte bis zum Stadium Gänsehaut.
[MATTHIAS STEIMER]
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