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Heute
  • Wort und Musik

    Kath. Kirche Döttingen

    Fantasien von Telemann und den Bach-Söhnen.
    Telemann, der Superstar des Spätbarocks, dessen Ruhm viel grösser war als jener von J. S. Bach, war der Patenonkel von C.P.E. Bach (Bachs zweiter Sohn), der Telemann in Hamburg ablöste. Telemann protegierte ihn Zeit seines Lebens. Doch auch W.F. Bach (Bachs erster Sohn) erfuhr Unterstützung. Telemann, der stets mit der Zeit ging, komponierte bereits ab 1725 im modernen, postbarocken Stil und war daher mit der musikalischen Sprache der Bach-Söhne kompatibel. Eine besondere Rolle nimmt in dieser Generation die Fantasie ein, die viele Freiheiten ermöglicht, um der formalen Strenge des Barocks zu entfliehen. Während die Fantasie bei Telemann vom höfischen Menuett, über volkstümliche Tänze bis zu fugierenden Stücken alles beinhalten kann, sich aber auf engstem Raum bewegt, tendieren die ausschweifenden Fantasien von C.P.E. Bach zum empfindsamen, während jene von W.F. Bach zur Bizarrerie, zur Groteske, zum Sturm und Drang neigen, deren Zerrissenheit auch heute noch modern wirkt.
    Stefan Müller, Chororgel und Claviorganum | Texte: Karin Klemm | Kollekte.

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  • Wort und Musik

    Kath. Kirche Döttingen

    Georg Philipp Telemanns Concerto in e-Moll (TWV 42:e3) von 1734 das Cembalo zum gleichwertigen, virtuosen Partner der Traversflöte. Getragen wird dieses dichte Zusammenspiel vom Generalbass, den in unserer Besetzung die Gitarre übernimmt. Nur 13 Jahre später (1747) geht Carl Philipp Emanuel Bach mit der Sonata in D-Dur noch einen Schritt weiter als sein Patenonkel Telemann in Richtung "Empfindsamer Stil" und stellt das pure Gefühl ins Zentrum. Das Stück erklingt in der intimen Besetzung für Traverso und Gitarre. Von Carl Philipp Emanuel Bach ertönt ausserdem eine Sonate für Orgel (1755) die zwischen frühklassischer Formgestaltung mit dialektischen Gegensätzen und der Freiheit des Sturm und Drang pendelt.

    Yvonne Canonica, Traversflöte | Martin Pirktl, Gitarre | Cembalo und Chororgel, Stefan Müller | Karin Klemm. Texte

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  • Wort und Musik

    Kath. Kirche Döttingen

    Französische Orgelmusik von der Renaissance bis zum Barock. Auf der mitteltönigen Chororgel erklingt zunächst die früheste schlichte Renaissance-Musik des 16. Jahrhunderts von Attaignant, Goudimel, Costeley, dann folgt der Übergang zum expressiven Frühbarock von L. Couperin und Nivers bis zum prunkvoll überladenen Spätbarock mit Grigny und Rameau. Einen besonderen Stellenwert nehmen adventliche Stücke ein, die in der französischen Orgelmusik eine grosse liturgische Bedeutung haben, wie das "Ave Maris Stella" oder das "Magnificat". Nebst der Chororgel kommt auch das Claviorganum zum Zuge.

    Stefan Müller, Orgel, Claviorganum | Sonja Rubin, Texte | Kollekte.

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