Antonín Dvořák – Stabat Mater
Antonín Dvořák - Stabat Mater
Mit Dvoraks «Stabat Mater» betreten wir verschattete Friedhofsgärten der Hochromantik. Maria, die Mutter Jesu, kniet unter dem Kreuz und klagt ihr Leid; die folgenden Stationen leiten dazu an, mit Maria das Kreuz Christi auf sich zu nehmen. Entstanden 1876 nach dem Tod seiner drei Kinder ist das Werk des tschechischen Komponisten erfüllt von persönlicher Trauer, Chromatik, aber auch von der Suche nach Trost. Die Komposition weist wenige dynamische Höhepunkte auf, sie ergeht sich stattdessen in lyrischen Melodien, harmonischen Kostbarkeiten und zerbrechlich wirkenden, empfindsamen Klagegesängen. Nicht pathetische Dramatik, sondern innerliche Empfindsamkeit, Demut, stilles Leiden und milder Trost kennzeichnen das Werk. Gefragt ist ein dynamisch biegsamer Chorklang, das spontanes Schwanken des Tempos und das Ausloten des Pianobereiches. Das reduzierte Arrangement für die Schola Cantorum Wettingensis beinhaltet von jedem Instrument nur eines, wodurch sich ein beweglicher, transparenter, aber doch farbiger Gesamtklang ergibt.
Daniela Stoll, Sopran | Désirée Mori, Alt | Christoph Waltle, Tenor | Balduin Schneeberger, Bass | Chorsolisten | Instrumentalensemble
Schola Cantorum Wettingensis | Stefan Müller, Leitung